maibus hat geschrieben:Hallo,
ich habe keine falschen "Aussagen" gemacht! Das will ich doch hier mal richtig stellen! Ich habe NIE behauptet, dass man legal einen "Sender" mit 10MHz in Betrieb nehmen darf! Jetzt einfach zu sagen "löscht den Beitrag" ist schon ziemlich dreist und argumentativ ziemlich daneben!
Hallo Maik,
stimmt, so hast du es nicht behauptet. Ich aber auch nicht! Nach deiner neuerlichen Mitteilung dürfte aber unzweifelhaft klar sein, dass du den 10 MHz Sender wissentlich auf illegale Weise aufbauen und in Betrieb nehmen willst. Und das nur, um die 1,50 € für den Quarz zu sparen. Damit können die Beiträge nun von mir aus stehen bleiben.
Bisher hatte ich die Bemerkung „da die Schaltung nicht in Dauerbetrieb sein wird, wird es schon gehen“ eher als Beschwichtigung und Aufforderung zum Mitmachen verstanden. Als Kavaliersdelikt sozusagen. Mit der gleichen phlegmatischen Einstellung, die manche Leute im Straßenverkehr an den Tag legen. „Ich weiß, dass man nicht bei rot über die Kreuzung fahren darf – aber ich mache es trotzdem, weil ich die paar Tropfen Benzin nicht stehend vor der Ampel verheizen will“. Vielleicht noch mit der entschuldigenden Bemerkung „ich gebe auch extra Vollgas, damit die anderen Verkehrsteilnehmer höchstens ganz kurz irritiert werden – dann wird schon nichts schlimmes passieren“.
Genug der Polemik! Wir sollten eigentlich froh sein, dass uns heute ein paar allgemein zugeteilte Frequenzen zur Verfügung stehen, auf denen wir kurzzeitige Störungen verursachen dürfen. Da finde ich es schon bedauerlich, dass diese Freiheit wissentlich aufs Spiel gesetzt wird.
maibus hat geschrieben:Ich persönlich bin der Meinung, dass angesichts der extrem geringen Leistung und der zeitlichen Beschränkung durch diese Versuche niemand gestört wird.
Nun, da habe ich eben entgegen gesetzte Meinung! Beim
5. Versuch auf der ELO Website ist unter anderem folgendes zu lesen. Du wolltest doch alle Versuche machen?
Trotzdem lassen sich leicht Reichweiten bis über 20 m erzielen.
oder:
Zusatzversuch 2: Verwenden Sie einen zusätzlichen Erdanschluss und erhöhen Sie die Antennenlänge auf 2 m. Stimmen sie den Schwingkreis mit der LED neu ab und entfernen Sie dann die LED. Untersuchen sie erneut die Reichweite. Nun sollten Entfernungen bis über 50 m zu überbrücken sein.
An dieser Stelle wird sich vielleicht jemand erinnern, dass man mit λ/2 oder λ/4 Strahlern noch bessere Resultate erzielen kann. Nur wird es dann unter der Zimmerdecke zu eng und man muss halt mit dem Sender raus vor die Haustür oder auf die Terrasse oder den Balkon. In einer Stadtwohnung vielleicht sogar aufs Flachdach vom Hochhaus? Was du dann mit dem 10 MHz Störsender während der Reichweitenversuche genau verursachst weiß ich nicht. Diese Frequenz ist zur Übertragung von Normal- und Zeitzeichen zu wissenschaftlichen, technischen und anderen Zwecken vorgesehen.
Aber wenn jemand durch deine Sparsamkeit inspiriert einen ausgeschlachteten 27 oder 40 MHz Quarz aus einer weggeworfenen Fernsteuerung nimmt, lassen sich leicht verschiedene Szenarien vorstellen. Da kriegt vielleicht ein ahnungsloser Bub ein paar Häuserblocks weiter Hausarrest oder Fernsehverbot, weil sein vorübergehend außer Kontrolle geratener Stubenrenner doch prompt der Dame des Hauses vor die Füße gerollt ist. Dadurch kam sie ins stolpern und hat zur Wiedererlangung des Gleichgewichts einen frisch gespülten Satz Teller vom Sonntagsgeschirr losgelassen, die bei der Umwandlung der potentiellen Energie zu einem Haufen Scherben zerbröselt sind. Das Schlimme ist: in diesem Fall muss man noch nicht einmal ein schlechtes Gewissen haben. Diese Frequenzen unterliegen ja auch der Allgemeinzuteilung.
maibus hat geschrieben:Schaut Euch mal die Bücher von Günter Wahl an - da wird sogar im Rundfunkbereich (UKW) rumgematscht! Und wer hat das noch nicht gemacht?
Es fällt mir schwer, bei diesem Punkt nicht wieder in Polemik zu verfallen und das Beispiel mit der roten Ampel wiederzubeleben. Nach dem Motto: die Feuerwehr, das rote Kreuz und sogar die Polizei macht es ja auch. Und was die mit dem Martinshorn hinkriegen, kann ich mit der Hupe fast genauso schön. ;-)
Was den Hinweis auf Günter Wahl angeht – keine Ahnung auf welches Buch du hier zielst. Mir ist dieser Autor hauptsächlich aus den frühen 70ern mit Publikationen im Topp Verlag in Erinnerung. Er hatte schon damals ein Faible für Basteleien mit Showcharakter. Oder war das ein anderer mit gleichem Namen? Egal! Selbst in Schulbüchern wurden noch bis vor wenigen Jahren Demonstrationsversuche zur Wellenausbreitung vorgestellt, die in damals zugelassenen Frequenzbereichen stattfanden. Diese Versuche dürfen mit den beschriebenen Gerätesätzen heute auch nicht mehr durchgeführt werden. Für solche Experimente sollte man sich immer an der aktuellen Gesetzeslage orientieren und nicht blind irgendwelchen veralteten Informationen vertrauen.
Dem habe ich jetzt nichts mehr hinzuzufügen!
-Norbert